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Arthrose

Darum geht’s:

  1. Allgemeines über die Krankheit
  2. Woran erkenne ich eine Arthrose
  3. 6 Tipps – Was kann ich gegen Arthrose tun?
  4. Kann Arthrose geheilt werden?

 

Wer von Arthrose betroffen ist, kennt ihn, den stechenden Schmerz im Gelenk. Nach einer längeren Ruhepause dauert er meist nur kurz an und verschwindet im Laufe der Bewegung.

Allgemeines über die Krankheit

Arthrose ist eine chronische Erkrankung der Gelenke. Sie tritt zwar meist bei älteren Menschen auf, doch es können genauso junge Menschen davon betroffen sein. Die Gelenke erleiden einen Verschleiß, eine Abnutzung des Gelenkknorpels. Im Verlauf des Krankheitsbildes verschlechtert sich die Knorpelschicht auf der Gelenkoberfläche, was zu einer Schädigung des umliegenden Knochengewebes führt.

Durch die Rückbildung des Knorpels, schwindet ein wichtiger Schutz des Knochens, den er mithilfe einer Knochensubstanz zu ersetzen versucht. Doch diese Maßnahme des Knochens, wirkt sich im Grunde genommen negativ auf die Beweglichkeit des Gelenks aus. Es bilden sich wulstartige Knochenanwüchse an den Rändern des Knochens, die die Bewegung des Gelenks einschränken, wodurch es mit der Zeit steif wird.

Da Arthrose eine degenerative Gelenkkrankheit (rückbildend) ist, kann sie in jedem Körpergelenk auftauchen und dort Schmerzen verursachen. Am häufigsten betroffen sind Wirbelsäule, Knie und Hüfte, da diese Gelenke großen Belastungen, z.B. durch das eigene Körpergewicht, ausgesetzt sind. Andere betroffene Gelenke sind Hand (Handgelenk und Finger), Hüfte, Fuß- und Zehengelenke sowie Schulter und Ellenbogen. Leidet der Patient an mehreren Gelenken an Arthrose, spricht man von der sogenannten Polyarthrose.

Generell ist Arthrose keine Erbkrankheit, doch genetisch bedingte Fehlstellungen der Hüfte (Hüftdysplasie) oder Beine (X-, O-Beine) begünstigen die Arthrosebildung. Weitere Ursachen sind vergangene Verletzungen wie Knochenbrüche oder Kapselverletzungen. Sie machen das Gelenk instabil und sind somit für das Auftreten von Arthrose verantwortlich. Hinzu kommen starke Belastungen bestimmter Gelenke z.B. durch Übergewicht, die der Körper nicht kompensieren kann, wodurch die Gelenke erkranken.

Woran erkenne ich eine Arthrose?

Arthrose macht sich mit deutlichen Symptomen bemerkbar: Die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ab, sie fühlen sich steif an. Es entsteht ein kurzweiliger Schmerz bei der Bewegung des Gelenks nach längerer Ruhephase. Nach anhaltender Belastung treten sogenannte Ermüdungsschmerzen auf. Oftmals ist auch ein Knacken oder Knirschen bei der Gelenkbewegung zu hören.

 

6 Tipps – Was kann ich gegen Arthrose tun?

 

  • regelmäßige Bewegung der betroffenen Gelenke (aber wenig Belastung)
  • langes Stehen und Sitzen vermeiden
  • Übergewicht vermeiden
  • Heben und tragen schwerer Gegenstände vermeiden
  • flache Schuhe mit gedämpfter Sohle tragen
  • kein Alkohol und Nikotin

 

Kann Arthrose geheilt werden?

Da bei der Arthrose starke Knorpelschäden entstehen, kann diese Krankheit nicht vollständig geheilt werden. Es ist jedoch möglich die Schmerzen des Patienten durch verschiedene Therapiemaßnahmen zu lindern. Krankengymnastik, Massagen sowie Wärme- und Kälteanwendungen fördern den Muskelaufbau und lindern gleichzeitig die Schmerzen. Ebenfalls positiv auf den Krankheitsverlauf wirken Elektro- und Ultraschalltherapien.

Wenn die Gelenke so stark beschädigt sind, dass eine schmerzfreie Bewegung nicht mehr möglich ist, bleibt noch die operative Methode. Man unterscheidet hier zwischen Arthroskopie, Osteotomie und Endoprothese. Bei der Arthroskopie handelt es sich um eine therapeutische Gelenkspiegelung, bei der das Gelenk gespült wird, um es von freien Fremdkörpern zu befreien. Die Knochenanwüchse werden mithilfe kleinster Gräte entfernt.

Eine Osteotomie beinhaltet den Ausgleich von Fehlstellungen beispielsweise durch das Entfernen oder Einsetzen eines Knochenteils, soll der bisher wenig belastete Knorpel im betroffenen Gelenk wieder mehr Aufgaben übernehmen. Bei der letzten operativen Möglichkeit, der Endoprothese, werden neue künstliche Gelenke eingesetzt.

Autor: Marlena Kühl | pm pflegemarkt.com GmbH

Quellen:
http://www.gesundheit.de/krankheiten/rheuma-erkrankungen/arthrose/arthrose-therapie
http://www.onmeda.de/krankheiten/arthrose-therapie-1544-7.html
http://gelenk-doktor.de/knie-gelenk/kniearthrose-arthrose-im-knie.html#kniearthrose_3